Arbeitsmarktpolitik

Wir alle bemerken, dass sich die Arbeitsmärkte und damit verbunden auch die Arbeitsplätze in den letzten Jahren mit zunehmender Geschwindigkeit verändern. Um sich auf den in Zeitungen oder im Internet ausgeschriebenen Stellen zu bewerben, benötigt man ein Fremdsprachenlexikon, da man das Ganze sonst nicht mehr versteht. Uns wird zudem vorgegaukelt, dass wir eine grossartige Beschäftigungsquote haben.

Wenn man allerdings hinter den Vorhang schaut, merkt man sehr schnell, dass von den Arbeitsplätzen die angeboten werden viele als Projektverträge nur über einen bestimmten Zeitraum laufen. Junge Menschen werden erst einmal Praktikas angeboten, das ist kostengünstig und verhindert bei der Einschätzung von Mitarbeitern Fehler, da man sie über einen längeren Zeitraum "testen" kann.

Es kommen aber schnell auch andere Herausforderungen auf uns zu:

Nehmen wir die Automobilindustrie. Dort werden sich durch einen schnell kommenden Technologiewechsel die Arbeitsplätze sehr grundsätzlich verändern. Die alten Technologien, die eine Vielzahl von Komponenten, die von Zulieferern hergestellt wurden benötigten, werden zukünftig nicht mehr gebraucht. Auch können viele der Teile, die zukünftig eingesetzt werden, von Robotern gefertigt werden und das überall auf der Welt!

Dafür kann mann in Schwellenländer oder gar in Entwicklungsländer gehen und dort produzieren. Das ist günstiger und die Auflagen in diesen Ländern in Sachen Umweltschutz etc. sind wesentlich geringer.

Die Industriearbeitsplätze in Deutschland im herkömmlichen Sinne werden weniger!

 

Die neuen Fahrzeuge werden durch computergesteuerte, vernetzte Technologien autonom fahren. Die USA haben für diese Technologien schon lange vorgebaut. Über Jahre wurden von UNI`s wie z.B. das berühmte MIT in Boston die besten Studenten auf der ganzen Welt eingesammelt. Firmen wie Google, Apple, Facebook und Microsoft holten sich diese kreative Elite in ihre Firmen!

Europa und speziell Deutschland hat auf diesem Gebiet politisch viel verschlafen. Die "Gleichmacherpolitik" der letzten Jahre hat dazu geführt, dass das Land der Dichter, Denker und Erfinder immer mehr ins Hintertreffen geriet.

Das heißt, für die modernen Arbeitsplätze fehlen uns die gut ausgebildeten Menschen!

 

Hier muss schnell etwas verändert werden! Denn diese rasante Entwicklung wird auch unser Handwerk betreffen. Nehmen wir die Heizungsbauer. Früher hat man einen Ofen mit Holz oder mit Öl befeuert. Das habe selbst ich noch begriffen. Heute haben wir Heizungssysteme, die von Computerprogrammen effektiv gesteuert werden und die teilweise untereinander schon vernetzt sind (Solar und Heizung). Der gerufene Handwerker schließt heute zuerst einen Laptop an, sucht den Fehler, behebt ihn und programmiert das Ganze wieder neu. Oder zurück zum Auto. Dort benötigte man früher einen Schraubenschlüssel, eine Zange und womöglich einen Hammer. 

Heute kommt der Monteur erst mit dem Stecker und schließt ein Diagnosegerät an. Das Fahrzeug wird ausgelesen  Ist der Fehler gefunden, wird ausgetauscht und danach das Fahrzeug oder der Teilbereich neu programmiert.

Was wir also brauchen ist keine ideologische Auseinandersetzung um Schulen, Unis usw. Wir benötigen die best ausgebildeten jungen Menschen, die die Technik beherrschen, neue Ideen entwickeln, diese zu neuen Produkten umsetzen und so unseren Arbeitsmarkt zukünftig am Laufen halten!

 

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